Emotionelle Erste Hilfe (EEH)
Bindungsförderung, Krisenintervention und Eltern-Babytherapie

Bindung ist das wichtigste soziale Bedürfnis des Menschen und erst durch die Erfüllung dieses Bedürfnisses fühlen wir uns gesättigt, beruhigt und heil.     Zitat: Brigitte Hannig

Die Emotionelle Erste Hilfe ist ein kurztherapeutisches Angebot und dient der Frühprävention, der Krisenintervention und der Eltern-Babytherapie. Die EEH hat ihre Wurzeln in der modernen Körperpsychotherapie, sowie in den neuesten Erkenntnissen der Gehirn- und Bindungsforschung.

Im Mittelpunkt der Emotionellen Ersten Hilfe steht die Unterstützung und Erhaltung der Bindung zwischen Eltern und Kind von Beginn an.
Dabei gilt eine stabile Selbstanbindung als eine der wichtigsten Voraussetzungen für die Entwicklung einer tragenden Bindung zwischen Eltern und ihrem Kind.
In Gesprächen und mit Körperarbeit, wie Atmung, Visualisierungen, haltgebendenden Berührungen und Körperwahrnehmungsübungen, findet die Mutter inneren Halt und eine emotionale Stabilität und sie schöpft Kraft aus den eigenen Ressourcen. Somit ist es für sie möglich, gut in sich selber verankert zu sein, und somit ist ihre Kontaktbereitschaft klarer, um ihr Kind besser zu verstehen. Die emotionale Bindung zum Kind wird vertieft und dies auch im Alltag und in schwierigen Situationen.
Aus dieser Beziehung schöpfen die Eltern und das Kind Kraft und bekommen Vertrauen und Sicherheit.

 

Besonders gut lässt sich die Methode der Emotionellen Ersten Hilfe anwenden:

Für die Mutter:

  • Unterstützung von Schwangeren und werdenden Eltern bei der Entwicklung einer liebevollen Verbindung zum ungeborenen Kind
  • Bei einem problematischen Schwangerschaftsverlauf
  • Zur Vorbereitung auf einen Kaiserschnitt
  • Bei überwältigenden Belastungen nach einer schwierigen Geburtserfahrung
  • Bei Hilflosigkeit, Stress und Erschöpfung im Wochenbett und in der Zeit danach
  • Bei Unsicherheit, Überforderung und Ängste im Zusammenleben mit dem Säugling
  • Bei Stillproblemen: zu wenig Milch, häufige Brustentzündungen ua.
  • Als Verarbeitung einer Geburt, die der Mutter noch im „Nacken sitzt“

 

Für das Kind:

  • Zur Verarbeitung von schwierigen ersten Lebenserfahrungen, wie schwierige Schwangerschaft, Kaiserschnitt, Saugglocke, Frühgeburt oder frühe Trennung von der Mutter
  • Für unruhige, verkrampfte und häufig weinende Kinder
  • Für Babys mit Bauchkrämpfen und Verspannungen
  • Kinder, die schlecht schlafen und schreckhaft sofort wieder aufwachen.

 

Auch für Kleinkinder:

  • Trennungsängste
  • Schlafprobleme
  • Übermässiges Trotzen

 

Die Arbeit wirkt unterstützend und stärkend für Mutter und Kind. Sie erlaubt ihnen Belastungen und schwierige erste Lebenserfahrungen, Stress und Erschöpfung abzubauen und sich vertrauensvoll der Welt und sich selbst zu öffnen.